
"Wir, Städte und Gemeinden der Republik Polen, die an der Netze (poln. Noteć) liegen, und die sich in Nakło nad Notecią versammelt haben, erklären feierlich, dass es unser Wille ist einen Verband unserer Städte und Gemeinden unter dem Namen „Verband der Städte und Gemeinden an der Netze” zu gründen, dessen Ziel es ist das Programm über die „Rückgabe der Netze an ihre Städte und Gemeinden sowie ihre Bevölkerung ” umzusetzen.
Gründugsakt, 27. Januar 2000.
Der Verband der Städte und Gemeinden an der Netze in Nakło nad Notecią ist eine der ersten Organisationen, die das Problem der Revitalisierung der Binnenstraßen in Polen umfassend erkannt haben.
Zusammen mit der Verbandsentstehung wurde eine Einigung für die Jahre 2000-2020 getroffen, in der sich die unterzeichnenden Parteien, die Selbstverwaltungen des Gebietes an der Netze, zur Zusammenarbeit bei der Verbesserung des Infrastrukturzustandes der Netze verpflichteten. Der Verband ist in folgenden Woiwodschaften aktiv: Kujawien-Pommern, Lebus und Großpolen. Die von ihm ergriffenen Initiativen dienen der Entwicklung des Wassertourismus auf der Netze, für den dieser „natürliche und außergewöhnliche Fluss” mit seinen Landschaften und historischen Schleusen wie geschaffen ist. Parallel werden andere Tourismusprodukte kreiert, die in der Strategie „Entwicklungsprogramm für Tourismusprodukt und Markenaufbau für Gemeinden an der Netze” erfasst wurden.
Die Verbandsmitglieder sind sich dessen bewusst, dass die Strategie der touristischen Entwicklung der Gemeinden an der Netze in das komplexe Gewässer-Schutzkonzept für die Netze integriert werden muss.
Ein bedeutender Schritt in die Richtung der Uferbewirtschaftung in der Region war die Teilnahme des Verbandes am Projekt „Nutzung der Binnenstrecken für die regionale Entwicklung - InWater” ( Baltic Sea Region INTERREG III B ). Die bei diesem Ostseeprogramm unter der Leitung des federführenden Partners – der Danziger Polytechnischen Hochschule gewonnene Erfahrungen brachten schnelle Erfolge in Form von mehr richtungsorientierten Maßnahmenstrategien und erarbeiteten Unterlagen zum Bau von Anlegeplätzen und Boostsstationen an der Netze. Der Verband wurde mit der angesehenen Auszeichnung dem „Freundlichen-Ufer-Preis” im Jahr 2008 für die Kennzeichnung der Wasserstrecke an der Netze und das Projekt einer Netzzusammenarbeit geehrt. Die bisherigen Aktivitäten wurden von den Marschallämtern bemerkt, die in ihren Regionalen Operationellen Programmen Projekte über den Bau von Anlegeplätzen als zuschussfähige Maßnahmen zugelassen haben. Zurzeit werden Investitionen zur Belebung der entlang der Flüsse liegenden Bereiche umgesetzt, die sog. “Große Schlaufe in Großpolen-Lebus- und Kujawien-Pommern” bilden (Warthe, Netze, Kanal von Bydgoszcz, Netze-Kanal, Goplo-See, Ślesiński-Kanal).
Anlässlich des 90. Jahrestages der Vermählung Polens mit dem Meer findet X. FLIS NOTECKI ((Floßfahrt auf der Netze), eine Veranstaltung, die für die Wasserstraße E 70 wirbt, auf der Strecke Berlin Spandau- Gdańsk statt. Reiseplan der Netze-Flotille befindet sich unter www.rzekanotec.pl